Geschichte

Die „Dankbarkeit gegen den Schöpfer“ und die „Liebe zu seiner Heimatgemeinde“ in der er „seine Jugend erleben durfte“ waren für den Großkaufmann Franz Xaver Stadler die Motivation, Thannhausen ein Armenhaus mit Krankenabteilung zu stiften.

Franz Xaver Stadler hat dies in der Stiftungsurkunde vom 20. August 1864 wie folgt niedergeschrieben „In Erwägung des Wortes Christi, meines Erlösers, ich war hungrig - ihr habt mich gespeist, ich war krank - ihr habt mich gepflegt, ist es mein Wille in meinem Geburtsort Thannhausen ein Armenhaus und mit dem verbundenes Krankenhaus zu stiften“.

Am 6. Mai 1873 wurde das Stadlerstift mit Kapelle eingeweiht. Die Führung des Hauses wurde den Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul aus Augsburg anvertraut. Diese leiteten die Einrichtung bis ins Jahr 1997.

1924 wurde auf Betreiben des damaligen Pfarrherrn Geistl. Rat Schmid zum Stift ein Kinderheim erbaut, dessen Betreuung ebenfalls die Schwestern übernahmen.

Mitte der 50er Jahre wurde das Stadlerstift erstmals umfangreich renoviert. Im Jahr 1964 erfolgte ein Umbau (mit Verlegung des Kindergartens) und Stockwerksaufbau. Dadurch wurden 16 neue Heimplätze geschaffen.

Die Erbschaft von Frau Maria Müller und weitere Erbschaften und Spenden ermöglichten im Jahr 1987 den Bau einer Seniorenwohnanlage mit 21 Seniorenwohnungen. Eine Erweiterung und Modernisierung des Alten- und Pflegeheimes erfolgte in den Jahren 1988 und 1989. Danach hielt die Stiftung 37 vollstationäre und einen Kurzzeitpflegeplatz zur Verfügung.

Ende 2007 wurde der Neubau des Seniorenpflegeheimes mit 41 vollstationären Pflegeplätzen bezogen und der Betrieb des bis dahin betriebenen Alten- und Pflegeheimes eingestellt.