Neuer Therapie- und Bewegungsraum

Bewohnerinnen und Bewohner mit verschiedenen Erkrankungen werden im Isabella-Braun-Heim von Physio- und Ergotherapeuten behandelt. Um die Therapie im Haus noch weiter zu verbessern und damit sie zu einem idealen Behandlungserfolg für Bewohnerinnen und Bewohner führen, wurde nun ein neuer Therapieraum geschaffen. Die Ausstattung des Raumes wurde in Absprache mit verschiedenen Therapeuten angeschafft. Somit können verschiedenste Übungen zielführend und bequem durchgeführt werden. Neben verschiedenen Kleingeräten verfügt der ca. 65m² große Raum über eine Sprossenwand für Steh- und Aufstehübungen. Außerdem gibt es einen großen Ganzkörperspiegel bei dem sich hervorragend die eigene Körperhaltung beobachten lässt. Außerdem gibt es Matten für Bodenübungen. Herzstück des Raumes ist die große Therapieliege. Diese lässt sich rundum elektronisch und stufenlos per Fußpedal in der  Höhe verstellen. Durch den neu geschaffenen Bewegungsraum können die Therapieangebote nun noch effektiver und zielgerichteter stattfinden und somit die Mobilität und Beweglichkeit der Bewohnerinnen und Bewohner der Einrichtung ideal gefördert werden.

Neues Wellnessbad

Seit einigen Wochen gibt es im Isabella-Braun-Heim das neue „Wellnessbad“. Bewohnerinnen und Bewohner können sich hier verwöhnen lassen. Nach einem Bad lässt es sich mit flauschigem Bademantel im neuen Ruhesessel herrlich entspannen. Wer mag erhält eine Hand- oder Fußmassage. Bei den Damen kommen besonders die Gesichtsmasken gut an. Etwas Besonderes ist  beim Entspannen im Wellnessbad die Klangschalenentspannung. Hierbei werden unterschiedlich große Klangschalen zum Beispiel an Hände oder Füße gehalten. Die durch anschlagen der Schalen entstehenden Töne breiten sich wohlig im ganzen Körper aus und steigern das Wohlbefinden. Währen des Besuches des Wellnessbades läuft im Hintergrund ruhige und entspannende Musik. Angenehme Gerüche und ein Projektor der verschiedene Farbspiele an die Zimmerdecke wirft runden das Erlebnis ab. Das Wellnessbad ist heiß begehrt und der Terminkalender schon gut gefüllt. Interessierte Bewohnerinnen und Bewohner können sich an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Isabella-Braun-Heimes wenden und einen Termin vereinbaren lassen.

Tag der offenen Tür mit dem Schwerpunkt Demenz

Am 02.10.2015 öffnete das Isabella-Braun-Heim in Jettingen-Scheppach, welches zu den fünf eigenen Seniorenheimen des Landkreises Günzburg gehört, seine Türen für interessierte Besucherinnen und Besucher. Auch Landrat Hubert Hafner und der Jettinger Bürgermeister Hans Reichhart waren zur Führung durch das Seniorenheim erschienen. Der Tag widmete sich dem Thema Demenz. Neben Rundgängen durch das Haus gab es für die Gäste einen lehrreichen und interessanten „Demenzpfad“. An verschiedenen Stationen konnten die Besucherinnen und Besucher hautnah erleben, dass der Alltag für dementiell erkrankte Menschen harte kognitive Arbeit ist. Eine Frage der Ausstellung war zum Beispiel „Was glauben Sie aus wie vielen Schritten die Zubereitung eines Butterbrotes besteht?“. Die Antwort gibt eine Fotodokumentation der einzelnen Schritte. Es sind über siebzig. Siebzig kleine Teilaufgaben bei denen jedes Mal die Gefahr besteht einen Fehler zu machen und zu scheitern. Hier wird sichtbar, dass bei solch für gesunde Menschen einfachen Aufgaben große Anforderungen an demenzkranke Personen gestellt werden. Die Fähigkeiten welche diese Personen an den Tag legen, müssen in besonderer Weise geschätzt werden. Den Abschluss der Veranstaltung machte ein rund zweistündiger Vortrag zum Thema Demenz der noch weitere Einblicke in das Thema gab. Demenzberater Markus Proske erklärte zum Beispiel, dass die Wahrscheinlichkeit selber an Demenz zu erkranken bei pflegenden Angehörigen, aufgrund der hohen Belastungen neben Beruf und Familie höher sei. Außerdem gab er hilfreiche Tipps wie ein Krankenhausaufenthalt für demenziell Erkrankte angenehm gestaltet werden kann. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind zufrieden: „Die Vorbereitungen haben sich gelohnt. Wir haben viele positive Rückmeldungen zu unserem Angebot erhalten und haben auch schon Ideen für den nächsten Tag der offenen Tür im kommenden Jahr“.

Desorientierten-Schutzsystem im Isabella-Braun Heim in Jettingen

Menschen mit Demenz leiden unter zunehmender kognitiver Einschränkung. Krankheitssymptome wie Orientierungs- und Erkennungsstörungen und Weglauftendenz verursachen häufig Gefahrensituationen und erschweren die Betreuung von Demenzkranken in Seniorenheimen.

Das Isabella-Braun-Heim bietet mit seinem Desorientierten-Schutzsystem Schutz für weglaufgefährdete demente Bewohner.

Für weglaufgefährdete Bewohner kann jetzt mit den Angehörigen und Betreuern der Weglaufschutz vereinbart werden. Ein gefährdeter Bewohner trägt dazu einen kleinen Sensor als Armband um das Handgelenk. Kommt er am Ausgang an einer Antenne vorbei oder überschreitet er im Außenbereich eine Induktionsschleife, sendet die Anlage ein Alarmsignal an das Schwesternrufsystem. So kann sich das Pflegepersonal sofort um den Bewohner kümmern bevor eine Gefahr besteht. Damit bietet das Isabella-Braun-Heim neben der Betreuung Demenzkranker Sicherheit für ihre Bewohner ohne deren Lebensqualität einzuschränken.

Weglaufgefährdete Bewohner können so in ihrer vertrauten Umgebung bleiben und müssen nicht in eine Einrichtung mit einem beschützenden Bereich. Denn gerade ein Verlust des vertrauten Umfeldes ist für Demenzkranke ein tiefer Einschnitt.

Dank gilt der Sparkasse Günzburg-Krumbach, vertreten durch Walter Pache, Vorsitzender des Stiftungsvorstandes Förderfonds der Sparkasse Günzburg-Krumbach, die diese Einrichtung mit einer großzügigen Spende unterstützt hat.